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Quo vadis, Linux®?
Obwohl zunehmend einfacher zu installieren, ist Linux® auf dem Desktop noch wenig verbreitet. Anders sieht es bereits bei den Servern aus, hier hat (lt. IDC) Linux® auch im vergangenen Jahr wieder die prozentual grösste Zunahme gehabt. Der Trend zur Virtualisierung wird diese Entwicklung weiter unterstützen.
Wie wird nun die Zukunft generell aussehen? Darüber kann man viel spekulieren. Aber vielleicht ist ja die Situation bei den Top 500 Supercomputern der entscheidende Hinweis zur Entwicklung bei den Servern und später wohl auch bei den Desktops.
Auf der Liste der Top 500 ist Linux® der überragende Sieger. Dort hat es Windows® Server- und HPC- Versionen nicht nur nahezu zur Bedeutungslosigkeit verurteilt, es hat auch Unix-Versionen wie Solaris, HP-UX, AIX, True 64 Unix, IRIX vollständig aus den Top 500 verdrängt:
Von 14% nach 87% in 8 Jahren Linux® hat die Supercomputer schon erobert!!

Open Source und Linux® - im historischen Kontext betrachtet
Linux® feierte erst kürzlich den 20sten Geburtstag. Dies ist sicherlich ein guter Zeitpunkt, ein Resümee zu ziehen. Linux® hat mittlerweile im Bereich der Hochleistungscomputer (Top 500), bei den Embedded Systems und bei Mobiles zum Teil bereits eine beherrschende Stellung erlangt. Auch bei den Servern nimmt Linux® als Betriebsystem überproportional zu. Nur bei den Desktops ist Linux® bisher nur wenig verbreitet (Ausnahme: einige Drittweltländer). Was sagt uns das?
Linux® steht erst am Anfang. Ja, Sie haben noch gar nichts gesehen. Nicht nur das sich mittlerweile die Mitgliederliste der Linux® Foundation wie ein Who-is-Who der führenden IT- und Technologie-Unternehmen liest, mehr noch, das Fundament unter Linux® wächst stetig, Unternehmen wie die London Stock Exchange (LSE), Lufthansa Cargo AG, Office Depot und ConAgra Foods sind nur einige wenige Beispiele für die vielen Firmen und Institutionen, welche es bereits in relevanten, gar unternehmenskritischen Bereichen einsetzen.
Es gehören bereits Unternehmen der Finanzbranche, Nationalbanken, Produzenten, selbst Energieversorgungsunternehmen einschliesslich Kernkraftwerken dazu. Die Kundenlisten von Suse und Red Hat sprechen für sich.
Obwohl sicherlich des öfteren prophezeit, bisher konnte Linux® als Desktop-System keine wesentliche Verbreitung finden. Warten Sie es ab, innnerhalb von nur 5- 6 Jahren wird dies anders sein. Es wird anfänglich nicht in der Ersten Welt geschehen. Die Drittweltstaaten mit veralteten Rechnern, knappen Devisen und einer unzulänglichen Infrastruktur werden die Trendsetter bei dieser Entwicklung sein. Für sie ist Linux® ein Gottesgeschenk und sie werden es ebenso nutzen, wie sie bereits das Handy nutzen. Mangels einer funktionierenden Finanz-Infrastruktur dient inzwischen afrikaweit das Handy-Guthaben als internationales Zahlungsmittel. Telekommunikationsunternehmen ersetzen die Banken.
Tatsächlich ist Open Source und Linux® als dessen Herz in seinen langfristigen Auswirkungen nur mit einem anderen Geschehen der letzten 500 Jahre vergleichbar, Gutenberg und der Buchdruck. Der Buchdruck beseitigte das Informationsmonopol der Kirche. Die zunehmend schneller werdenden Veränderungen in Industrie, Handel und Wissenschaft in den Jahrhunderten danach wären ohne den Buchdruck unmöglich gewesen.
Open Source und Linux® als dessen Kernstück sind: 'Gutenberg II', das Ende der Informationsverarbeitungs-Monopole. Um es mit den Worten von Winston Churchill auszudrücken: 'Es ist nicht das Ende. Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Möglicherweise ist es aber das Ende vom Anfang.'
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